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Von
seinem Leiter, Knut Gramß im Jahre 1964 gegründet, erschließt sich
das aus 23 Mitgliedern bestehende Ensemble immer neue Werke alter Musik.
Von Anfang an war ein Hauptziel, das noch zum größten Teil
unerforschte Werk des Coburger Hofkapellmeisters Melchior Franck der
Vergessenheit zu entreißen. Da die umfangreiche Hinterlassenschaft
Francks sowohl geistliche Werke als auch Instrumentalsätze, Tänze und
weltliche Lieder bietet, gestaltet der Kreis auch abwechselnd Kirchen-
und Schlosskonzerte, wobei immer ein religiöses oder
kulturgeschichtliches Thema im Mittelpunkt steht ("Die
wittenbergisch Nachtigall", "Zur fröhlichen Jagd",
"Martinsgans", "Kreuz und Krone", "Da pacem
Domine", Paradisus musicus", "Hohes Lied
Salomonis" usw.). Bald erweiterte sich das gesungene und gespielte
Repertoir von der Musik der Coburger Hofkapelle und der frühbarocken
Kantorenmusik auf alle wesentlichen Bereiche der Renaissance.
Um
diese frühe Musik möglichst authentisch in originalen Spielweisen und
Stimmungen darstellen zu können, wurde das historische Instrumentarium
im Laufe der Jahre Register um Register erweitert .
Neben
allen ernsthaften Bemühungen um historisch getreue Verwirklichung der
musikalischen Überlieferung, gilt dem Melchior-Franck-Kreis als gleich
hohes Ziel das freundschaftliche Miteinander beim Entdecken, Proben und
Konzertieren. 2005
erhielt das Ensemble den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung. |